Wünsdorf-Zossen

Wünsdorf-Zossen: Die vergessene Garnisonsstadt nahe Berlin. Kaum ein Ort dürfte wichtiger für die deutsche Militärgeschichte sein als dieser Ort, 40 Kilometer südlich von Berlin, auf dem Boden der damaligen DDR.

 

Seit dem Kaiserreich gab es hier militärische Einrichtungen. Vor den Olympischen Spielen 1936 in Berlin wurden hier die deutschen Sportler trainiert. Die deutschen Armeen beider Weltkriege wurden von Wünsdorf aus geführt.

 

Nach 1945 besetzte die Rote Armee der Ex-Sowjetunion das Areal und baute den Kasernenkomplex zum größten Militärstandort außerhalb der eigenen Grenzen aus. Hier war der Sitz der GSSD, der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Es entstand die 'Verbotene Stadt'. Zeitweilig lebten 75.000 sowjetische Soldaten auf dem riesigen Areal.

 

Nach der deutschen Wiedervereinigung zog die Rote Armee aus der Ex-DDR ab - seitdem ist das Gelände überwiegend ungenutzt und verfällt zunehmend.

 

Meine Fotos vom 'Haus der Offiziere' stammen aus den Jahren 2016 und 2019.

Barbara KLEMM